Neues von Greta, Frieda und Timo

Greta mit Sender im Mai 2013 (C) LUPUS

23.7.2013 – Rietschen: Im Mai 2013 wurden durch die Biologinnen von LUPUS zwei weitere Wölfinnen im Rahmen des Projektes besendert. Bei beiden Tieren handelt es sich jeweils um die Altwölfin (Fähe) eines sächsischen Wolfsrudels: die Nieskyer Fähe, Greta (FT8), und die Daubaner Fähe, Frieda (FT9). Bei einer der beiden Fähen (Frieda) war schon im Mai an der gut erkennbaren Milchleiste zu sehen, dass sie Welpen führt.

Greta (FT8) und Frieda (FT9) haben Welpen

Frieda, noch etwas benommen, als sie ihren Halsbandsender bekommen hat. (C) LUPUS

Von Greta (FT8) kamen mehrere Wochen lang keine Senderdaten, vermutlich weil sie sich in dieser Zeit viel in der Höhle aufhielt. Die Positionsdaten der Fähe wurden aber in ihrem Halsbandsender gespeichert und seit Mitte Juni zusammen mit ihren aktuellen Positionsdaten nachgeliefert. Aus den Daten von Mai und Juni schließen die Wildbiologinnen von Lupus, dass die Fähe im Mai und Juni verschiedene Höhlenstandorte nutzte. Möglicherweise ist sie mit ihren Welpen mehrmals umgezogen. Dieses Phänomen ist nicht neu. Die im März verstorbene ehemalige Leitfähe des Nochtener Rudels Einauge (MT3) war 2010 bereits in deren ersten Lebenswochen ihrer Welpen mehrmals mit ihnen umzogen.

Streifgebiet der Senderölfe in der Lausitz 2013 (C) LUPUS

Die Daubaner Wölfin Frieda (FT9) sendete im Gegensatz zu Greta bereits wenige Tage nach ihrer Besenderung, obwohl auch sie sich zunächst überwiegend in der Höhle bei den Welpen aufhielt. Außerdem unternahm Frieda schon bald weite Ausflüge. Insgesamt war sie häufiger und länger von den Welpen entfernt als Greta und nutzte mit 238 km² ein deutlich größeres Gebiet als FT8, deren Streifgebiet nur 149 km² groß war.

Timo (MT5) hält sich weiterhin in der Hohen Dubrau auf

Timo (FT5, 2. v. r.) mit Familie. (C) LUPUS

Der besenderte Wolf Timo ( MT5), ein männlicher Jungwolf aus dem Nochtener Rudel, hält sich seit Anfang des Jahres überwiegend im Gebiet der Hohen Dubrau auf, am südlichen Rand des Daubaner Wolfterritoriums. Das von ihm seit Anfang des Jahres genutzte Gebiet ist 123 km² groß.
Timo war nach einem Verkehrsunfall Anfang Dezember 2011 verletzt eingefangen, tierärztlich behandelt und am 7. Januar 2012 mit Halsbandsender wieder freigelassen worden. (SKn)

Quellen: Wolfsregion Lausitz (KB) 23.7.2013 Link, Statusbericht Wölfe in der Lausitz 2011/2012 Download, KB 27.3.2013 Link

Interne Links:
23.7.2013 Marie hatte Welpen! Link
15.5.2013 Greta und Frieda – die neuen Senderwölfinnen Link
10.4.2013 Marie noch zu Hause – MT5 umgezogen Link
16.08.2012 Neues von der Senderwölfin „Marie“ Link