Indianer und Wölfe in Eekholt

11. August 2013 - Für viele Indianervölker war der Wolf einst ein Totemtier, das einen Schutzgeist oder einen Vorfahren verkörperte. Das negative Bild von der reißenden Bestie kam erst mit den Europäischen Siedlern nach Nordamerika. Grund genug für die AG Nord des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V., den Indianertag im Wildpark Eekholt für unsere Aufklärung über den Wolf zu nutzen.

Dieser Tag hat eine lange Tradition  im Wildpark. Die Schauspieler von den Segeberger Karl-May-Festspielen nutzen vor Abschluß ihrer Veranstaltungsserie jedes Jahr den beliebten Park, um auf Winnetou aufmerksam zu machen. Als besonderer Gast führte dieses Jahr Rüdiger Nehberg, der bekannte Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte, der seine Überlebenskünste vor.

Die Sonderveranstaltung lockt immer viele Besucher an, von denen viele auch an unserem Infostand vorbeischauen. Wir informieren sie dort über die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland und deren Lebensweise .

In diesem Jahr hatten wir den Stand neben dem Bodenkundepavillon aufgebaut - zusammen mit den Wolfsbetreuern, jenen Ehrenamtlern, die sich im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein um den Wolfschutz kümmern und beratend tätig sind. In Eekholt ist auch das Wolfsinformationszentrum des Landes angesiedelt, wo unter anderem die Informationen über Sichtungen von Wölfen zusammenfließen.

Auf diesem Indianertag konnten Kinder und Erwachsene an verschiedenen Stationen viele Abenteuer erleben: auf Ponys reiten, sich zu einem Indianer schminken lassen, Gold waschen, Hufeisen werfen oder einfach nur am Glücksrad drehen. Auch die Pferdeflüsterin mit ihrem Pferd „Barish“ war bereits zum wiederholten Male dabei. Erstmalig allerdings erlebte ich mit, wie ein Kaltenkirchener Kinderarzt einen riesigen Totempfahl fertigte. Auch die Parkbesucher durften mit Hammer und Stecheisen vorbereitete Konturen in den Stamm meißeln.

Text und Bilder: Jens Hennings