Freundeskreis macht Jugendbildung

Sabine Knapp im Waldklassenzimmer mit 30 Kindern, die was über die Wölfe in Deutschland erfahren wollten. Foto: Annika Michel, Jugendferienwerk Mannheim

21.8.2013 – Heppenheim (HE): 30 Wölfe aus 4 Rudeln waren am 5. August rund um die Starkenburg unterwegs – es waren natürlich keine echten Wölfe, sondern Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren, die auf der Starkenburg in Heppenheim eine Sommerfreizeit verbrachten. Die Kinder konnten in die Rollen „echter“ Wölfe schlüpfen. Als „Leitfähe“, „Wanderwolf“ oder „Jährling“ erfuhren sie, wie Wölfe in freier Wildbahn leben und wie sich die Familienmitglieder gegenseitig unterstützen. So lernten sie beispielsweise, dass die Wölfe in der Lüneburger Heide Cousins und Cousinen in Sachsen haben und dass ein Jährling aus dem Nochtener Rudel bis nach Weißrussland gewandert ist.

Sabine legt eine Fährte. Foto: Martin Mützel

Außerdem zeigte ihnen Sabine Knapp vom Freundeskreis freilebender Wölfe, woran Wissenschaftler, die Wölfe erforschen, die Fährte eines Wolfes erkennen. Mit einem Gipsabdruck aus der Fährte eines Lausitz-Wolfes legte sie eine Spur und markiert sie anschließend mit Schaschlik-Spießen – so erkennt man, ob das Tier „geschnürt“ hat. Geschnürter Trab ist die typische Gangart, an der man einen Wolf erkennen kann. (SKn)