Wolfstage im Wildpark Lüneburger Heide

Ganz im Zeichen des Wolfes stand an diesem Wochenende (01. und 02. März 2008) das Veranstaltungsprogramm des Wildparks Lüneburger Heide. Aber wie so oft, wenn hier im Wildpark diese Veranstaltung durchgeführt wird, spielt das Wetter nicht mit. Es war stürmisch über Deutschland. Der Orkan „Emma“ tobte auch über den Wildpark hinweg, starker Regen und Gewitter begleiteten ihn. Dramatische Situationen gab es nicht, aber es reichte auch so. Durch die Hinweise im Rundfunk und Fernsehen, nicht mit dem Auto zu fahren und schon gar nicht in die Wälder zu gehen, wurde die Besucherzahl dieser Veranstaltung sehr stark reduziert.

Wir hatten unseren Stand gemeinsam mit anderen Vereinen, wie der „Nothilfe für Polarhunde e.V.“, der „Deutschen Wolfsgemeinschaft“, der „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe“, „Thoddys Wolf Kinderclub“ und den Freunden von „Nordische on Tour“ in einem großen Infozelt aufgebaut. Durch den teilweise starken Regen flossen zeitweilig kleine „Flüsse“ durch das Zelt, so dass Gummistiefel angebracht wären. Unserer guten Stimmung hat das aber nicht geschadet, auch das Veranstaltungsprogramm konnte, wenn auch etwas komprimiert, durchgeführt werden.

Am Wolfsgehege der Polarwölfe und der europäischen Grauwölfe wurden durch Tanja Askani intensive Begegnungen mit den Tieren geboten.

Die Fantasie der Menschen beschäftigt sich seit Jahrhunderten mit dem Thema Wolf. In einer Expertenrunde am Wolfsgehege wurden Fragen der Besucher beantwortet und sich mit der Frage, ob Wölfe in der Lüneburger Heide eine Chance haben, beschäftigt. Das Ergebnis war, dass es allein der Mensch in der Hand hat das zu zulassen, oder eben durch illegale Abschüsse zu verhindern. Alle an dieser Diskussion beteiligten Besucher, wünschten sich eine dauerhafte Rückkehr der Wölfe. Auch an unserem Stand wurden wir mit Fragen zu diesem Thema konfrontiert. Außerdem gab es noch einen Vortrag über die lange Zeit der Wolfsgeschichte vom Mittelalter bis in die Jetztzeit, über die Vergötterung zu heidnischen Zeiten und die Verteufelung während der Christianisierung. Mal wurde der Wolf als mutiger Jäger bewundert, dann wieder als „blutrünstiger Isegrim“ denunziert und in vielen Gebieten Europas vollständig ausgerottet.

Für die wenigen Kinder gab es Märchen und Geschichten am Lagerfeuer im Indianertipi, Stockbrotbacken und eine Wolfsrallye mit vielen Fragen zum Thema Wolf.

Es ist schade, dass diese Veranstaltung so oft unter solchen extremen Wetterlagen zu leiden hat. Die Veranstaltergeben sich alle Mühe um ein so tolles Programm zu bieten, aber Jahr für Jahr macht ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Nun wird wohl über eine Verschiebung in eine andere Jahreszeit nachgedacht werden.

Egal wie es kommt, wir vom Freundeskreis Wölfe in der Lausitz werden den Wildpark auch zukünftig mit unserem Infostand unterstützen.

Bricht: Jens Hennings