7. Treffen AG Nord

Fotos: Jens Hennings (oben); Beatrix Stoepel

26. Januar 2014 - 29 Mitglieder kamen zum 7. Treffen der AG Nord, der traditionsgemäß im Seminarraum des Wildparks Eekholt stattfand. Leiter Jens Hennings berichtete über die Aktivitäten der AG des Jahres 2013: 19 Infostände, 2 Vorträge, 1 Malwettbewerb für Kinder und 1 AG Treffen. Für das laufende Jahr füllen sich die Terminkalender auch schon wieder rasant. Hennings bat darum, dass sich noch mehr Personen für solche Einsätze melden, um die wenigen Aktiven entlasten zu können.

Vorstandsmitglied Jens Matzen zeigte im Anschluss Bilder zu Wölfen in Schleswig Holstein und erklärte anhand einer von ihm dokumentierten Wolfsspur bei Gudow im Herzogtum Lauenburg, woran Wolfsspuren erkannt werden können.

Für das leibliche Wohl in der Mittagspause hatten einige Mitglieder gesorgt - ihnen vielen Dank.

Im Anschluss berichtete Jens Matzen über die Kooperation zwischen Jütland (Dänemark) und Schleswig-Holstein. Dänemark arbeitet eng mit der Landesregierung S-H und mit dem Wolfsinformationszentrum im Wildpark Eekholt zusammen. Zwar hat sich in dem Nachbarland eine Gruppe "Ulve Tracking" gebildet, die Wolfshinweisen nachgeht. Leider aber haben ihre Mitglieder keine fachgerechte Ausbildung erhalten. Der Freundeskreis e.V. hat seine Unterstützung zugesagt, insbesondere Jens Matzen steht schon seit längerem in engem Kontakt mit der Gruppe. Derzeit sind in Dänemark 4 Wölfe nachgewiesen, der aktuellste Hinweis auf eine Sichtung führt in die Umgebung von Tondern (siehe Berichte).

Schleswig Holstein hat derzeit 36 ausgebildete Wolfsbetreuer, davon sind 4 Mitglied im Freundeskreis freilebender Wölfe e. V.

Deren enge Zusammenarbeit mit Dänemark ermöglich den bestmöglichen Wolfschutz und stellt sicher, dass der Umgang mit dem Wolf in den benachtbarten Ländern abgestimmt und vergleichbar durchgeführt wird.

Ausführlich wurde auch über den Fund einer toten Wölfin bei Luttelgeest in den Niederlanden gesprochen, die angeblich ein Kofferraumwolf gewesen sein soll (siehe Bericht). Das wurde jedoch inzwischen dementiert. Aufklärungsbedarf gab es auch zu einer polnischen Studie, die wochenlang für eine Debatte um den Erhaltungszustand und die Fortpflanzungsgemeinschaft der Wölfe in Deutschland gesorgt hatte (siehe Bericht).

In der abschließenden Frage- und Antwortrunde fasste die AG Nord den Beschluss, zukünftig verstärkt mit Infoveranstaltungen in der Grenzregion zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein aktiv zu werden - insbesondere im Herzogtum Lauenburg. Denn dort ziehen Wölfen zwangsläufig durch, die vom Osten kommend Richtung Dänemark wandern. Vermutlich sind alle dort nachgewiesenen Wölfe durch das Herzogtum gelaufen - der Freundeskreis war aber bislang in dieser Region nur sehr selten präsent. Als erstes soll ein Gesprächstermin mit anderen dort ansässigen Vereinen und Verbänden vereinbart werden. Einige Mitglieder haben sich bereits auf dem AG-Treff in eine Liste eingetragen - selbstverständlich möchten sich bitte auch solche Interessenten melden, die nicht in Eekholt dabei sein konnten. Kontakt: Jens Hennings (mail)

Bilder und Text: Jens Hennings