Nur noch Greta (FT8) und Frida (FT9) senden

* MCP100 = die durch die Verbindung der äußeren Lokationen entstandene Fläche.

4.2.2014 – Rietschen: Das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz hat über die Senderwölfe in der Lausitz informiert. Aktuell senden noch zwei Wölfinnen: Greta (FT8), die Fähe des Nieskyer Rudels und Frieda (FT9), die Fähe des Daubaner Rudels. Die dritte Senderwölfin Marie (FT7), die im Raum Rosenthal ihr Territorium hat, verlor Anfang November 2013 leider vorzeitig ihren Halsbandsender.

Greta – vier Welpen und einen Teil des Nochtener Territoriums übernommen

Greta (FT8) hat 2013 mindestens vier Welpen aufgezogen. Das gesamte Nieskyer Territorium erstreckt sich von der Südkante des Truppenübungsplatzes Oberlausitz über 29 km bis nach Görlitz im Süden. Auch die Krebaer Heide, die ursprünglich zum Nochtener Territorium gehörte, wird von den Nieskyer Wölfen inzwischen intensiv genutzt. Der Biehainer Forst östlich von Niesky gehört allerdings nicht zum Revier der Nieskyer Wölfe, sondern zum Territorium des polnischen Ruszow-Rudels. Insgesamt nutzte die Greta (FT8) seit ihrer Besenderung ein Streifgebiet von 415 km².

Frieda – drei Welpen und Streifgebiet vorschoben

Die Daten der ebenfalls im Mai 2013 (15.05.2013) besenderten Frieda (FT9) hat ihr Territorium verlagert. Im südlichen Teil des ehemaligen Daubaner Territoriums (rings um die Hohe Dubrau) hatte der Senderwolf Timo (MT5) sein Territorium (Kollm) etabliert. Als Ausgleich verschoben die Daubaner Wölfe ihr Territorium nach Norden und Westen. Im Daubaner Rudel konnten 2013 drei Welpen nachgewiesen werden. Frieda (FT9) nutzte seit ihrer Besenderung ein Gebiet von 391 km².

Marie – Sender verloren, Welpen verschwunden und eigenes Territorium gegründet

Marie (FT7) stammt aus dem Milkeker Rudel. Im Mai 2013 bekam sie dort Welpen, die sie jedoch entweder früh verlor oder ihrer Mutter überlies. Ob der Vater von Maries Welpen ihr Stiefvater, der Milkeler Rüde, oder ein anderer Wolf war, ist nicht bekannt. Auch das Schicksal der Welpen ist bisher nicht bekannt. Seit Juli 2013 etablierte Marie (FT7) ein eigenes Territorium (Rosenthal). Inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass sie dort von einem Rüden begleitet wird. Hinweise, dass das Paar Welpen führt, gibt es nicht. Am 1. November 2013 verlor sie leider vorzeitig ihren Halsbandsender. Durch einen Materialfehler hatte sich das Halsband sieben Monate zu früh geöffnet.Das von Marie von Juli bis November 2013 genutzte Gebiet im Bereich Ralbitz-Rosenthal war 520 km² groß.

Timo – Kollmer Rudel gegründet und Sender planmäßig abgefallen

Auch Timo (MT5) hat Anfang Januar seinen Halsbandsender verloren. Das geschah allerdings planmäßig, nachdem das Gerät zwei Jahre lang Daten übermittelt hatte. Das Senderhalsband konnte geborgen werden. Der Sender hatte in den zwei Jahren Daten häufig nur lückenhaft gesendet. Durch die Bergung des Halsbandes war es möglich alle auf dem Halsband gespeicherten Daten nachträglich auszuwerten. Anfang 2013 hatte er ein eigenes Territorium (Kollm) im Gebiet um die Hohe Dubrau. Fotofallenaufnahmen aus dem Sommer belegen, dass er dort eine eigene Familie, das Kollmer Rudel gegründet hat. Dieser Bereich hatte ursprünglich zum Territorium des Daubaner Rudels gehört. Von Januar 2013 bis Anfang Januar 2014 nutzte Timo (MT5) ein 149 km² großes Territorium. (SKn)

Quelle: 4.2.2014 Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz