Zum Heulen in die Hanauer Fasanerie

Jüngster Standbesucher (oben); Mitglied Dogdance Gruppe. Copyright: Kiermeier

11. 01. 2014. - Für die Gruppe Mitte ist es schon Tradition - die Teilnahme an den Wolfsheulnächten in der Alten Fasanerie in Hanau. Der Wildpark bot die Aktion bereits zum 13. Mal an.

Zum Glück sah niemand die Zahl als schlechtes Omen - obwohl es im letzten Jahr im Rudel der Polarwölfe einen ernsten Zwischenfall gegeben hatte. Die alte Leitwölfen wurde schwer von einer jüngeren Wölfin verletzt und wäre beinahe an den Folgen der Bisse gestorben.Die Wildparkbetreiber trennten die Wölfe daraufhin - ein gemeinsames Heulen des ehemals sechsköpfigen Rudels gibt es seitdem nicht mehr. Doch war die Trennung die einzige Lösung - freilebende Jungwölfe verlassen in aller Regel ihr Rudel im Alter von 1-3 Jahren, weshalb es im Freiland nur äußerst selten zu Rangstreitigkeiten kommt.

Hätte nicht die Biologin, Frau Ebel, in ihrer Eröffnungsrede auf die vermeintliche Unglückszahl 13 hingewiesen, niemand hätte die gedankliche Verbindung überhaupt gemacht. Und so wurde die Aktion wieder ein voller Erfolg - die Wölfe heulten auch getrennt sehr eindrucksvoll. Gewohnt präzise lief das Programm ab. Wenn auch bei der Rettungshundevorführung der Hund „Jack“, der seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte, doch noch etwas nervös war. Wenn auch (gefühlt) weniger Menschen den Park besuchten als in den Vorjahren – wohl dem regnerischen Wetter geschuldet.  Aber an unseren Infostand kam auch dieses Mal wieder, wie die Fotos zeigen, ein buntes Publikum.
Text und Fotos: Peter Kiermeir
Fotogalerie Polarwölfe der Fasanerie (link)