Gelungener Infostand beim Naturerlebnistag in Mölln

26.10.2014 - Der 4. Naturerlebnistag wurde von der Stadt Mölln / Kreis Herzogtum Lauenburg mit dem Themenschwerpunkt „Jäger und Gejagte“ als zentrales Motto am 14. September 2014 veranstaltet.
Im Infoflyer des Veranstalters, der zur Teilnahme am Naturerlebnistag einlädt, heißt es dazu „Das diesjährige Motto lautet „Jäger und Gejagte“, wobei beide Begriffe zweideutig zu verstehen sind. Mit Jäger sind nicht nur die Waidmänner, sondern auch Beutegreifer ie Wolf, Luchs und Wildkatze gemeint.
Zu den Gejagten zählen sowohl die klassischen Beutetiere wie Reh- und Rotwild, als auch die von Stress und Alltag geplagten und gejagten Menschen. Im Fokus werden die Themen „Wolf und Jagd”, „Wolf und landwirtschaftliche Nutztiere”, „Wolf und Mensch” stehen. Hier steht der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Rede und Antwort. So können sich interessierte Nutztierhalter z.B. an aufgebauten Herdenschutzzäunen demonstrieren lassen, wie sie effektiv ihre Nutztiere vor Übergriffen des Wolfes schützen.“

Gemäß der Themenvorgabe des Veranstalters haben auch die Mitglieder der AG Nord des Freundeskreises die Schwerpunkte am Stand gesetzt.
Der Infostand gliederte sich in die drei Themenbereiche Wolf und andere Beutegreifer, Herdenschutz und Kinderprogramm.
Insbesondere eine magnetisierte Deutschlandkarte, auf der die Verbreitung des Wolfes dargestellt war, zog viel Interesse der Besucher auf sich und war in der Regel der Ausgangspunkt für viele positive Gespräche. Trotz der hohen Anzahl von 10 Standbetreuern reichten diese häufig kaum aus um das große Besucherinteresse  zu bewältigen (siehe Foto).

Zum Thema Herden- bzw. Nutztierschutz stand ein Teil des Infostandes unmittelbar vor einem Pferch mit Schafen. Neben den umfangreichen Info-Materialien, die zahlreich von den Besuchern gelesen oder mit genommen wurden, war der Pferch ganz praxisnah mit einem mobilen Elektrozaun aus Euronetzen und Breitbandlitze umzäunt. Weiterhin war beispielhaft ein Lappzaun aufgebaut. Auch die Schafe im Pferch waren scheinbar am Wolf sehr interessiert. Ein lebensgroßes Pappmodell eines Wolfes, das unmittelbar am Herdenschutzzaun positioniert war, wurde mit großem Interesse durch die Schafe taxiert (siehe Foto).

Als dritter Schwerpunkt wurde ein Kinderprogramm durchgeführt. In diesem Bereich des Infostandes konnten Kinder aus vorbereiteten Porenbetonsteinen (Ytong) Wolfspfotenabdrücke auskratzen (siehe Foto). Dies wurde von den Kindern mit ihren Eltern sehr gut angenommen der Pfotenkratztisch war deshalb auch ständig belagert. Alle 70 vorbereiteten Steine wurden durch die Kinder mit großer Hingabe und großem Interesse verarbeitet. Ganz nebenbei wurden auch viele Gespräche zum Wolf geführt.  

Der Infostand war von der AG Nord des Freundeskreises aus der Region Schleswig-Holstein und Hamburg sehr vorbildlich vorbereitet und mit Material ausgestattet worden. Unterstützt wurden die Schleswig-Holsteiner von Mitgliedern aus den Regionen östliches Niedersachen / nördliches Sachsen Anhalt sowie westliches Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt waren 10 Standbetreuer anwesend, die nach Beendigung der Veranstaltung rundum mit dem Verlauf sehr zufrieden waren.

Die Gruppe der Standbetreuer vor ihrem Tageseinsatz

Bericht und Fotos: jwe

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