Infostand beim 34. Tag der Niedersachsen in Hildesheim

Gruppenfoto vom Tag der Niedersachsen - Foto © Hildesheim Marketing

01.07.2015 - Infostand des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V. beim 34.Tag der Niedersachsen vom 26. bis 28. Juni 2015 in Hildesheim - anstrengend, aber sehr erfolgreich.

Der Infostand wurde an allen drei Tagen gut besucht. Den 34. Tag der Niedersachsen besuchten nach Schätzungen der Veranstalter ca. 320 000 Besucher. An diversen Infoständen stellten sich Vereine, Organisationen aus Sport, Kultur und Naturschutz sowie Kommunen und Behörden aus dem gesamten Land  Niedersachsen, vor. Der Tag der Niedersachsen wird alle zwei Jahre, immer in einer anderen Stadt, veranstaltet.

An unserem Stand gab es an allen Tagen keinen Leerlauf, umfangreiche Gespräche mit Wolfsinteressierten konnten geführt werden. Insbesondere waren ältere Menschen und Kinder mit ihren Eltern interessiert. Einige Standbesucher kamen schon während des Aufbauvorgangs. „Wie muss ich mich verhalten wenn ich einem Wolf begegne?“, war wohl die häufigste Frage. Angst vor einer Wolfsbegegnung hatten die Wenigsten. 

Hervorzuheben ist der umfangreiche, sehr sachlich und konstruktiv geführte Gedankensaustausch mit der Jägerschaft Hildesheim. Im Laufe der drei Veranstaltungstage kamen ca. 20 interessierte Mitglieder der Hildesheimer Jägerschaft an unseren Stand. Überwiegend wurde das Auftauchen des Wolfes sowie des Luchses positiv und als Bereicherung des Naturhaushaltes angesehen und begrüßt. Einer deutlichen Reduzierung der Reh- und Rotwildbestände und der damit möglicherweise verbundenen geringeren Streckenentwicklung sahen unsere Gesprächspartner sehr gelassen entgegen. Für unseren Infotisch erhielten wir von der Jägerschaft eine uns noch fehlende  Abwurfstange eines Damwildes. Einige der Jäger waren an zukünftigen Kontakten zum Freundeskreis sehr interessiert.

Auf Stippvisite: Helmut Weiss, Mitglied in NABU und Freundeskreis

Anfängliche Schwierigkeiten mit der Stromversorgung unseres Standes wurden durch die kollegiale Unterstützung des NABU Niedersachsen im wahrsten Sinne des Wortes überbrückt und wir konnten die DVD des Landkreises Lüneburg „Heidewölfe“ von Henry Makowsky wie geplant in Endlosschleife abspielen.

Mitglieder von NABU – LAG Wolf, BUND und Freundeskreis freilebender Wölfe e. V an unserem Stand

Am Samstag besuchte uns der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD). Trotz seiner nur kurz bemessenen Zeit konnten einige Fragen, die insbesondere die Politik der Oppositionsparteien CDU und FDP zum Wolf in Niedersachsen sowie zum Thema Förderkulisse betrafen, angesprochen werden.

Ralf Hentschel, Mitglied im Freundeskreis sowie Wolfsberater in Wolfsburg und Innenminister Pistorius

Regen Gedanken- und Informationsaustausch gab es auch mit weiteren Organisationen und Verbänden. Insbesondere mit unseren Nachbarn vom Netzwerk „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, einem Netzwerk  aus Tier- und Umweltschutz-, Agrar- und Eine-Welt-Verbänden, Bürgerinitiativen, Ärzten und kirchlichen Organisationen. Der Wolf ist auch in diesem Netzwerk ein häufig diskutiertes Thema. Gemeinsame Veranstaltungen zum Thema Wolf, Landwirtschaft und Nutztierhaltung wurden bereits angedacht. Ebenfalls konnten Kontakte über einen Mitarbeiter zum Zoologischen Museum der Universität Hamburg mit dem Ziel ggf. gemeinschaftliche Informationsveranstaltungen durchzuführen geknüpft werden.

Neue Freunde vom Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken"

jwe.