Unzureichender Herdenschutz im Gebiet der Goldenstedter Wölfin

01.03.2016 - Hier haben wir ein paar Fotos eingestellt, auf denen zu sehen ist, das immer noch viele Weiden im Bereich der Goldenstedter Wölfin unzureichenden Schutz bieten. So werden die Risszahlen in dem Gebiet nicht abnehmen können.

Neben dem Tierschutzbestimmungen, die eine Verantwortung der Halter für seine Tiere vorsehen, gibt es für Betriebe zumindest bei Schafhaltern großzügige Unterstützung für Präventionsmaßnahmen vom Land Niedersachsen.

Bilder von Jens Feeken (zum Vergrößern anklicken)

Goldenstedter Wölfin

Foto © Norddeutscher Rundfunk

19.02.2016 - Im Anhang ist eine akribische Aufarbeitung zu den Nutztierrissen in Vechta und Diepholz aufgeführt. (Bericht zu den Nutztierrissen in den Landkreisen Diepholz, Vechta und Oldenburg PDF-Download)

Seit 2014 ist bekannt, dass es eine ortstreue Wölfin im Raum Vechta Diepholz gibt, die viele Nutztiere reißt. Obwohl die jetzige Regierung in Niedersachsen Präventionsmaßnahmen fördert, finden sich immer noch viele ungeschützte Schafe in dem Revier der Wölfin. Die Forderung, die Wölfin als Problemwolf zu entnehmen, ist nicht nachvollziehbar. Sobald die Wölfin nicht mehr da wäre und ihr Territorium dadurch frei werden würde, würde der nächste Wolf kommen und das Angebot der leicht zu erbeutenden Schafe annehmen. Auffällig wäre ein Wolf, der das ungeschützte Schaf ignoriert und sich nicht bedient. Auch wenn die Wölfin sehr viele Nutztiere gerissen hat und sich möglicherweise auf Schafe spezialisiert hat, würde es sich immer wiederholen, solange der Herdenschutz nicht angepasst wird.

Es gibt außerdem einige Hinweise auf einen 2. Wolf. Zu aller erst muss doch der Status der Wölfin geklärt werden: Ob es sich um ein Einzeltier handelt oder ob sich bereits ein Paar gebildet hat. Bei so einem seltenen Tier, wie dem Wolf, ist das für die Arterhaltung von großer Bedeutung.

Das Monitoring funktioniert so nicht richtig. Anstatt auf Wolfsnachweise durch Risse oder andere Meldungen zu warten, muss es in Niedersachsen ein aktives Monitoring geben. Besonders intensiv um das Revier der seit 1,5 Jahren ortstreuen Wölfin. Erstens um gezielt  Halter von Nutztieren zu beraten und zweitens natürlich um den Status (Paar oder Einzelgänger) zu erfahren.

Uwe Martens