Bericht 21. Wolfsnächte im Wilpark Eekholt

Nicht jedes Jahr sind die Eekholter "Wolfsnächte" ein voller Erfolg mit Besucherrekorden für den Wildpark. Am 20. und 21. Februar war hier das Wetter so regnerisch, dass sich nur wenige Besucher trauten ihre Wohnung zu verlassen, um in den Wildpark zu fahren. Nach meiner Einschätzung kamen an beiden Tagen höchstens ca. 1000 Besucher zu dieser Veranstaltung. Wir vom Freundeskreis waren auf unserem Infostand aber trotzdem mit einer starken Besetzung vertreten. Der Wildpark möchte mit dieser alljährlich stattfindenden Veranstaltung dazu beitragen, dass der Wolf wieder als Teil der Natur anerkannt wird.

Vom Wildpark bekamen wir einen Pavillon zur Verfügung gestellt, um über unsere Arbeit zu berichten und auch um unsere zahlreichen Infomaterialien auslegen zu können. Leider hatte unser Pavillon aber keine Seitenwände, zum Glück aber eine Dachplane. Obwohl wir versuchten unsere Flyer vor Nässe zu schützen, reagierten sie aber auf die Feuchtigkeit und wellten sich einfach. Sogar die eigentlichen Stars der Veranstaltung, die Wölfe im Gehege, ließen sich nur wenig blicken. Viel Arbeit hatte der Veranstalter in die Vorbereitung gesteckt, damit dem Stammvater der Hunde wieder die Achtung entgegen gebracht wird, die ihm so viele Jahre verwehrt wurde.

Letztlich kamen aber doch einige Besucher zu unserem Stand, um etwas über die Rückkehr der Wölfe und ihre Wiederansiedlung zu erfahren. Vielfach mussten wir darauf hinweisen, dass einige Berichte in den Medien nur mit großer Vorsicht gelesen werden dürfen, denn nicht alles entspricht der Wahrheit. Auch wollte man wissen wie die Wolfssituation in Schleswig-Holstein zur Zeit aussieht. Hier konnten wir nur sagen, dass es vermutlich zur Zeit keine Wölfe in Schleswig-Holstein gibt, aber genau konnten wir das natürlich nicht sagen, es wird sich sicher irgendwann auch in Schleswig-Holstein ein Wolf ansiedeln um vielleicht ein Rudel zu gründen. In der Vergangenheit gab es einige Nutztierrisse, die aber nicht alle dem Wolf zuzuschreiben waren. Auch über den Herdenschutz konnten wir berichten und hilfreich war dafür ein uns zur Verfügung gestelltes Euronetz. Glücklicherweise waren hier auch zwei Besucher mit Herdenschutzhunden (ein Pyrenäen-Berghund und ein Maremmano) zur Veranstaltung gekommen, sodass wir auch darüber berichteten und diese den interessierten Leuten zeigen konnten. Uns wurde berichtet, das aus unserem Nachbarbundesland Niedersachsen  nun  nicht gerade beruhigende Nachrichten über den Wolf zu ihnen gelangt sind. Wölfe die Jogger belästigen, Wölfe die die Hunde der Waldspaziergänger angegriffen haben usw..
Auch hier war es nötig die Berichte mit dem richtigen Augenmaß zu betrachten und nicht alles zu glauben, wie es die Presse berichtete. Schließlich waren auch diese Besucher beruhigt.

Text und Bilder: Jens Hennings

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