Munster: Tote Wölfin gefunden

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24.05.2016 - Auf dem Truppenübungsplatz Munster ist ein toter Wolf geborgen worden. Das teilte Wolfsberater Rüdiger Tilk mit. Er geht davon aus, dass das Tier von einem Auto angefahren wurde. Die zweijährige Wölfin, die ein Sendehalsband trug, wird jetzt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht.

Erst vor wenigen Wochen wurde der verhaltensauffällige Wolf "Kurti" auf Anweisungen des Umweltministerium getötet. Danach hagelte es Anzeigen für Minister Stefan Wenzel (Grüne).

Inzwischen wurde der Totfund auch vom Wildtiermanagement Niedersachsen durch Aufnahme in die Tabelle der Totfunde bestätigt.

Quellen: NDR / Wildtiermanagement Niedersachsen

Ergänzende Pressemitteilung des Wolfsbüros Niedersachsen:

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat darüber informiert, dass ein Bundesforstmitarbeiter auf dem Truppenübungsplatz Munster Nord am späten Sonntagabend eine tote Wölfin gefunden hat. Es handelt sich um die im Juni 2015 besenderte Fähe FT10. Das Tier befindet sich bereits im Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung. Dies ist das übliche Verfahren im Rahmen des bundesweiten Totfundmonitorings. Nach ersten Untersuchungen des IZW ist die Wölfin vermutlich schon vor mehreren Tagen an den Folgen einer ungeklärten Bissverletzung verendet; es gibt keine Hinweise auf einen Verkehrsunfall. Das IZW hat außerdem mitgeteilt, dass die Wölfin offenbar vor kurzem Welpen geboren hat. Über das Ergebnis der weiteren Untersuchungen wird das Wolfsbüro berichten.

juri