Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring - Neue Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt

Wolfsnachwuchs in Sachsen-Anhalt - Foto © Bundesforst

29.09.2016 - Die natürliche Wiederausbreitung des Wolfes hat zu einer weiteren Erhöhung der Zahl der in Sachsen-Anhalt lebenden Wolfsrudel und Wolfspaare geführt.
Neu hinzugekommen sind die Rudel bei Möckern und Parchen im Landkreis Jerichower Land sowie in der Klietzer Heide im Landkreis Stendal. Außerdem konnte in einigen anderen Wolfsterritorien, die bislang von Wolfspaaren besiedelt wurden, erstmals die Aufzucht von Welpen und damit die Bildung von Rudeln nachgewiesen werden.
Gegenwärtig gibt es damit in Sachsen-Anhalt ein Wolfspaar sowie zwölf Wolfsrudel (s. Karte). Einige davon leben grenzübergreifend zu Nachbarbundesländern.
Das gesamte Verbreitungsgebiet des Wolfes in Sachsen-Anhalt hat sich damit nicht erweitert. Vielmehr fand eine Verdichtung der bekannten Vorkommen innerhalb des Verbreitungsgebietes statt.

Hintergrund:
Ziel des Wolfsmonitorings ist es, aussagefähige und verlässliche Fachdaten zu den Wolfsvorkommen für die Information der Öffentlichkeit und der Landnutzer zu erarbeiten. Das Wolfsmonitoring wird in Federführung des Landesamtes für Umweltschutz durchgeführt, dabei findet eine Kooperation mit zahlreichen Institutionen und ehrenamtlichen Naturschützern statt, z.B. der Referenzstelle Wolfsschutz am Biosphärenreservat Mittelelbe, den Bundesforstbetrieben, dem Landesforstbetrieb und Landeszentrum Wald sowie den Naturschutzverbänden WWF, der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, dem Landesjagdverband, dem Freundeskreis freilebender Wölfe sowie den Forschungseinrichtungen wie der Senckenberg-Gesellschaft und dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin.

Quelle: Pressemitteilung Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt vom 21. September 2016

Pressemitteilung als PDF: PDF-Download

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