Bericht NABU-Informationsveranstaltung in Barnstorf

„Nutztiere müssen vorschriftmäßig geschützt werden“

Großes Interesse an NABU-Informationsveranstaltung zum Wolf im Schroeders, Barnstorf

„Die Barnstorfer Wölfe – Gefahr für Nutztiere oder Bereicherung der Ökosysteme“
Diesen Titel trug die NABU-Veranstaltung, die am 25.April mit  Unterstützung des „Freundeskreis freillebender Wölfe, der „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe“ sowie der NABU Landesarbeitsgruppe Wolf (LAG Wolf) am Dienstagabend im Schroeders stattfand. Staatssekretärin Almut Kottwitz vom Umweltministerium In Hannover und Elke Oelmann, Bürgermeisterin in Barnstorf begrüßten die anwesenden rund 100 interessierten Besucher, die zu diesem informativen Wolfsabend gekommen waren.

Das Programm selbst war fachlich- und sachlich informativ für die Besucher seitens der Organisatoren gestaltet worden. Die Fach-Referentenauswahl bestand aus: Verena Harms vom Wolfsbüro Niedersachsen, und Raoul Reding, Wolfsbeauftragter des Niedersächsischen Jagdverbandes sowie der NABU-Wolfsbotschafterin Ariane Müller, Bassum und dem NABU-Wolfsbotschafter Hendrik Spiess aus Osnabrück.

Staatsekretärin Almut Kottwitz wies unter anderem nochmals darauf hin, dass Nutztiere seitens geltender Gesetze vorschriftsmäßig zu schützen seien, weitere Landesmittel seien  bei der EU in Brüssel für Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit Wolfsrissen beantragt, auch über Zahlungen an Hobbyhalter würde derzeit in Hannover intensiv nachgedacht. Es sei ein Zuvorkommen des Landes Niedersachsen die Nutztierhalter bei Wolfsrissen zu entschädigen, da die Rückkehr des Wolfes nicht vom Land Niedersachsen zu verantworten  sei, sondern der Wolf sei eben einfach selbständig zurückgekehrt.
Zum Ende der Veranstaltung hin standen die fachkundigen Referenten dem Publikum – unter der Leitung von Moderatorin Elke Oelmann – zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.
Dabei war offenkundig, dass es sich beim Thema Wolfsrückkehr und Nutztierrisse durchaus um ein sehr emotionales Thema handelt, wie die entsprechenden Wortmeldungen im Diskussionsteil verdeutlichten.
Hier waren Wolfsgegner und Wolfsbefürworter in den Reihen des Publikums auszumachen.

Die Veranstaltung verdeutlichte aber auch, dass es immer noch einen immens großen Aufklärungsbedarf in weiten Teilen der Bevölkerung gibt – zwei weiterführende Veranstaltungen zum Thema sind aus diesem Grund angedacht. Die derzeitige Phase in der sich der Landkreis Vechta sowie der Landkreis Diepholz befinden, bestätigt, dass ein Wolfspaar im Gebiet lebt. Dabei schreitet lt. Wolfsbeauftragtem der Landesjägerschaft, Roul Reding, die Entwicklung weitaus schneller voran als gedacht. In ganz Niedersachsen gibt es derzeit ein Vorkommen von aktuell 9 Rudeln.

Die unterstützenden Organisationen, wie der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ und die NABU-Landesarbeitsgruppe Wolf (LAG Wolf) vervollständigten die Veranstaltung im Schroeders mit ihren Info-Ständen.
Aus der Sicht fachkundiger Beobachter sowie der Organisatoren war es ein gelungener und „runder“ Informationsabend.

Bericht: Hendrik Spiess

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