Ergebnisse der Frühjahrskonferenz der Umweltminister der Länder und des Bundes in Bad Saarow zum Wolf

Foto © VIER PFOTEN / Sabine Vielmo

05.05.2017 - Ein zentrales Thema der Umweltministerkonferenz (UMK) vom 03.05. bis 05.05.2017 in Bad Saarow war der Umgang mit geschützen Arten, allen voran Wolf und Biber.

Der Bund hat den auf der letzten UMK auf Antrag von MV geforderten Bericht zum Erhaltungszustand der Art Wolf vorgelegt.

„Das Thema Wolf ist für mich von besonderer Wichtigkeit, weil Mecklenburg-Vorpommern neben Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit am stärksten von der Wiederansiedlung des Wolfes betroffen ist.“, so Minister Backhaus.

Die Wolfspopulation in Deutschland verzeichnet einen deutlichen Zuwachs, auch wenn der Wolf noch nicht in allen Regionen Deutschlands angekommen ist. Dieser Trend wird sich fortsetzen.

„Der vom BMUB vorgelegte Bericht lässt noch viele Fragen offen. Daher haben wir uns heute auf die Einberufung einer länderoffenen Ad hoc-Arbeitsgruppe auf Staatssekretärsebene geeinigt. Unstrittig ist, dass der gute Erhaltungszustand der Art Wolf in Deutschland noch nicht erreicht ist, dennoch brauchen wir schnellstmöglich klare Vorgaben zum Umgang und zum weiteren Verfahren mit dem Wolf. Dazu zählen vor allem Fragen zum Umgang mit Problemwölfen, des zukünftigen Managements sowie der Schadensregulierung. Das ist für mich absolute Chefsache, daher wird sich Mecklenburg-Vorpommern selbstverständlich an dieser Ad hoc-AG beteiligen.“, zeigt sich der Minister zufrieden mit dem Ergebnis der Debatte.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 153/17 Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Arbeitsgruppe zum Wolf

Aus Brandenburger Sicht von besonderer Bedeutung ist das Thema Wolf. Nicht nur hier, inzwischen in einer Reihe von weiteren Flächenländern werden die Eckpunkte eines angemessenen Wolfsmanagements – also des Umgangs mit der seit einigen Jahren wieder dauerhaft zurückgekehrten Tierart – kontrovers diskutiert. Der Bund hat hierzu einen Bericht vorgelegt, der den Ist-Zustand dokumentiert,
 
Zur Unterstützung weiterer Diskussionen auf Ebene der Umweltminister wurde die Einrichtung einer länderoffenen Arbeitsgruppe auf Amtschefs- beziehungsweise Staatssekretärsebene mit  Beteiligung des Bundes unter der Federführung Brandenburgs als UMK-Vorsitzland vereinbart. Sie hat den Auftrag, sich mit den Themen „Günstiger Erhaltungszustand des Wolfs“ und „Definition und Umgang mit Problemwölfen“ zu befassen. Der Bericht soll zur nächsten Umweltministerkonferenz in Potsdam vorliegen.

Quelle: Presseinformation Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Nach oben