Bericht Infostand der AG Nord beim Schlittenhunderennen des SSVN am 28. und 29. Oktober 2017 im Erlebniswald Trappenkamp

Wie in jedem Jahr haben wir von der AG Nord des Freundeskreises die Möglichkeit bekommen, unseren Infostand über die freilebenden Wölfe auf dem diesjährigen Rennen des Schlittenhunde Sportverein Nord einzurichten und damit die Besucher über die Wölfe aufzuklären.

Petrus meinte es gut mit uns, zumindest am Tage und schenkte uns einigermaßen gutes Wetter. Auch andere Aussteller (Tierschutzorganisationen und Händler), hatten hier ihre Stände aufgebaut. Das Wetter war zwar am Tage recht gut, aber in der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober, brauste das Sturmtief "Herwart" mit unvorstellbarer Gewalt über uns hinweg und ließ Äste abbrechen und Bäume umstürzen. Händler, die ihre Pavillons nicht abgebaut hatten, standen am nächsten Morgen vor einem Trümmerfeld. Wir hatten zum Glück eine feste Hütte und somit auch keinen Schaden zu verzeichnen.

Die deutliche Mehrheit der Standbesucher ist pro Wolf eingestellt, aber es gibt auch wenige andere. So war ich verwundert, dass ich auch hier mit einem Thema konfrontiert wurde, dass mir vor kurzem ein Jäger in Dithmarschen erzählte. Er sagte mir:  "Die Wölfe werden in Anhängern gebracht und freigelassen. Wie wäre es sonst zu erklären, dass es jetzt so viele freilebende Wölfe gibt!" An unserem Stand wurde ich von einer Frau angesprochen, die mich fragte: "Wie siedelt ihr hier die Wölfe an, habt ihr hierfür einen Anhänger und lasst sie frei?"  Auf meine  Frage, wo wir denn die Wölfe herbekommen sollten, kam sofort die Antwort: "Natürlich von Wildparks mit Wölfen. Die Wölfe dort verpaaren sich und wenn die Welpen groß genug sind, bekommt ihr sie und lasst sie frei." Mein vieles Gegenreden und darauf Hinweisen, dass die Wölfe alleine kommen, denn sie haben ja Beine und damit auch weit laufen können, hat sie nicht von ihrer Meinung abgebracht.

Eine Studentin aus Greifswald fragte: "Was passiert, wenn aus einem Rudel die Elterntiere abgeschossen werden ?" Das Thema wollen sie in der Uni behandeln.
Nachdem ich ihr einiges an Infomaterial gegeben hatte, konnte ich ein vernünftiges Gespräch führen und einige Erklärungen abgeben.
Der Abschuss der Elterntiere oder auch nur eines Elterntieres führt zur Zerstörung der Rudelstruktur und hat schwerwiegende Folgen. Nutztierrisse nehmen zu. Die Welpen oder Jungtiere müssen dann allein für ihre Ernährung sorgen und reißen in der Folge leicht zu erbeutende Tiere und das sind meist Schafe.

Bericht und Bilder: Jens Hennings

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