Aktuelles aus der EAWC (März 2018)

Aufruf zur Demonstration am 18.3. in Madrid

12.03.2018 - Peter Kiermeir berichtet über Aktuelles aus der Europäischen Allianz für den Wolfschutz (EAWC):

Spanien

Die spanische Organisation „Lobo Marley“ ruft zur jährlichen großen Demonstration am 18.3 nach Madrid. Obwohl diese Demonstration natürlich hauptsächlich eine Verbesserung der Schutzsituation des iberischen Wolfes herbeiführen soll, sieht Lobo Marley diese Veranstaltung jedoch auch als Gelegenheit für Teilnehmer aus anderen europäische Staaten, eine rationellere Betrachtung des Wolfes in ihrem Lande einzufordern. Immerhin gelingt es Lobo Marley regelmäßig einige zehntausend Menschen und mehrere hundert Tierschutzorganisationen auf die Beine zu bringen. Entsprechend groß ist daher auch das Interesse der Medien an dieser Veranstaltung.

Länderübergreifend

Unter Federführung der französischen Organisation FERUS plant die EAWC ein länderübergreifendes Projekt zur Entwicklung einer „Wissensdatenbank“ zum Thema „Europäische Großraubtiere und Herdenschutz“ aufzusetzen. Hintergrund ist, dass es in den heutigen und zukünftigen Mitgliedsstaaten der EAWC hoch motivierte Menschen gibt, die sich für Wolf/Bär/Luchs einsetzen wollen, die bei den Bauern, den Jägern, in Kindergärten und in Schulen, aber auch bei Politikern Öffentlichkeitsarbeit leisten wollen. Diesen Menschen, fehlen aber oft das Fachwissen, oder einfach nur die richtigen Argumente oder die richtigen Worte. FERUS möchte nun eine mehrsprachig gehaltene Datenbank mit Übungsmöglichkeiten aufbauen um diese Defizite auszugleichen. Finanziert werden soll das Projekt durch sogenannte ERASMUS+ Fördermittel der Europäischen Union. Damit werden europäische Projekte gefördert, die mit Partnern aus mehreren EU Ländern durchgeführt werden. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Mit einer Entscheidung ist jedoch nicht vor Juni zu rechnen. Wesentlicher Partner wird der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. sein, für den zunächst Peter Kiermeir aktiv im Projekt mitarbeiten wird. Mittlerweile haben auch die spanische FAPAS und die belgische NATAGORA ihre Beteiligung angekündigt.

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