Demonstration der Aktion Fair Play

28.03.2018 - Wir, der Vorstand vom Freundeskreis freilebender Wölfe e.V., wurden vielfach gefragt, ob unser Verein sich an dieser Demonstration beteiligen wird.

Nach einiger Zeit der Recherche über die genauen Beweggründe dieser Demonstration sind wir zu dem Ergebnis gekommen, diese Aktion nicht zu unterstützen.

Auch der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. spricht sich entschieden sowohl gegen die Aufweichung des Schutzstatus als auch gegen eine jährliche Abschussquote der Tierart Wolf aus. Wir sprechen uns aber auch deutlich für ein funktionierendes Wolfsmanagement aus welches auch Entnahmen von Wölfen als letzte Maßnahme in Einzelfällen zulässt und umsetzt.

Eine Bejagung von Wölfen im Rahmen einer sogenannten Schutzjagd wird gerne von der Politik als „Beruhigungspille“ für Weidetierhalter missbraucht. Schlussendlich ändert diese Bejagung nichts am notwendigen Schutz der Herden bzw. erhöht evtl. noch den Druck auf die Weidetiere.  

Wir fordern die Politik auf, Parolen ad acta zu legen und sich ENDLICH auf die Umsetzung folgender Ziele zu konzentrieren:

a) Aufrechterhalt des jetzigen Schutzstatus des Wolfes
b) flächendeckende Herdenschutzmaßnahmen
c) umfassende Förderung der Präventionsmaßnahmen
d) eine angemessene  Entlohnung der Weidetierhalter, die durch die Beweidung aktiv Landschaftspflege und Naturschutz zum Wohle der Gesellschaft betreiben.

Der Vorstand