Wolfsstein bei Ascheberg

Auf diesen Wolfsstein haben mich Birgit und Rolf Burkhardt aufmerksam gemacht.


Der Gedenkstein steht direkt an der Bundesstraße 54 ca. 3 km entfernt von Ascheberg-Herbern in Richtung Werne. Die ihm gegenüberliegende Gastwirtschaft trägt den Namen „Zum letzten Wolf“. Der Standort entspricht ziemlich genau der Stelle, an der am 19. Januar 1835 der letzte Wolf in Westfalen erlegt wurde. Am 19. Januar 1935 wurde aus Anlass der hundertsten Wiederkehr dieses Tages der Gedenkstein gesetzt.
Er trägt folgende Inschrift:

Der letzte Wolf in Westfalen.
Am 19. Januar 1835 wurde hier
vom Gastwirt Joseph Hennemann – Herbern
der letzte Wolf in Westfalen zur Strecke gebracht.
Am hundertsten Jahrestage wurde dieser Gedenkstein gesetzt.
19. Januar 1935

Noch heute ist der präparierte Wolf im Naturkunde-Museum in Münster ausgestellt.

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, herrschte in Deutschland ein großes Durcheinander, das die Wölfe geschickt für sich auszunutzen wußten. Daraufhin wurden große Wolfsjagden durchgeführt, um der Wolfsplage Herr zu werden. Auch im Münsterland war es dann gegen Ende des 17. Jahrhunderts fast gelungen alle Wölfe zu erlegen, oder zu vertreiben. Nur in den undurchdringlichen Wäldern des Sauerlandes fanden einige Wölfe Schutz und konnten nicht aufgespürt werden. Als dann im münsterländischen Davert ein Wolf auftauchte, war die Angst und Sorge um das Vieh groß. Sofort gingen die Jäger und Bauern auf Wolfsjagd, aber geschickt entkam er seinen Verfolgern immer wieder. Mitte Januar 1835 wurde der Wolf immer häufiger in der Umgebung von Herbern gesehen. Man entschloss sich deshalb, am 19. Januar 1835 eine große Wolfsjagd mit vielen Jägern und Treibern aus der ganzen Region durchzuführen. Hierbei gelang es dem Gastwirt Joseph Hennemann den Wolf mit zwei Schüssen zu erlegen.

UTM – Koordinaten:    32 U   0406008  E
                                       5730306  N

Der Wolfsstein wurde gefunden von Jens Hennings