Der „Würger von Lichtenmoor“

Anfang Mai 1948 fielen fast jede Nacht in den weiten Heide- und Moorgebieten rund um das niedersächsische Lichtenmoor Schafe, Rinder und Wildtiere der bis dahin unbekannten „Bestie“ zum Opfer. Die Bevölkerung lebte damals in ständiger Angst und Sorge um ihr Vieh. Man glaubte,dass dort ein Puma oder ein Tiger, evtl. auch ein Vielfraß sein Unwesen trieb. Auch eine Löwin mit zwei Jungen will man gesehen haben. Über 100 Schafe, 65 Rinder und jede Menge Wildtiere sollte die „Bestie“ auf dem Gewissen haben. Da in der Nachkriegszeit das Fleisch knapp war, nimmt man heute an, dass es viele Schwarzschlachtungen gab. Durch das Auftreten der „Bestie“ war es nun leicht diese zu vertuschen.

Täglich gingen Hunderte von Männern, Bauern, Jäger und Polizei auf die Jagd nach diesem Untier. Dann am 27 August 1948 erlegte der Bauer Herrman Gaatz aus Eilte den „Würger vom Lichtenmoor“ – einen Wolfsrüden von beachtlicher Größe.
An der Stelle, an der der große Wolfsrüde erlegt wurde, hat der Landesjagdverband Niedersachsen einen Wolfsstein errichtet. Vom ehemaligen Bahnhof Eilte geht man 2,5 km auf einer schmalen Straße in den Wald hinein und findet den Wolfsstein dann am rechten Wegrand.

UTM – Koordinaten:  32 U  0532345 E
                                    5842655 N

Der Wolfsstein wurde entdeckt von Jens Hennings