Aufgaben und Ziele

Die Ziele des Vereins

Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. möchte mit seiner umfassenden und vielschichtigen Arbeit dazu beitragen, dass die Wölfe als Bestandteil der Natur und als wichtiger Baustein des ökologischen Gleichgewichtes in Deutschland und Europa anerkannt werden.
Durch Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit in den verschiedenen politischen Gremien zum Thema Wolf leisten wir unseren Beitrag dazu, dass die Wolfspopulation, wie  nationale und internationale Gesetze fordern, erholen und ausbreiten kann.
Darüber hinaus sind wir an der Mitgestaltung von Lösungsansätzen beteiligt, um ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wolf zu ermöglichen.

Der Wolf und sein Image

Der Wolf wird heutzutage immer wieder Gegenstand gesellschaftlicher, politischer und medialer Diskussionen. In der allgemeinen Wahrnehmung beherrschen extreme Wolfsgegner und Wolfsbefürworter die öffentliche Meinung. Dabei wird weniger auf sachlichen und faktischen Umgang als auf polemische Darstellung gesetzt.
In Deutschland fehlt seit über 150 Jahren die praktische Erfahrung einer Koexistenz mit dem Wolf. Daher sind auch heute noch viele Menschen verständlicherweise unsicher im Umgang mit diesen Wildtieren. Der daraus resultierende und wichtige Aufklärungsbedarf ist eine fortwährende und notwendige Aufgabe.

Die Vereinsgründung

Anlässlich eines Seminars über die sich in der Lausitz neu ansiedelnden Wölfe, das im Jahr 2004 unter der Leitung von Gesa Kluth und Ilka Reinhardt vom Lupus Institut für Wolfsmonitoring und Forschung, stattfand, wurde der Verein zunächst unter dem Namen „Freundeskreis Wölfe in der Lausitz e.V.“ gegründet.
Die Teilnehmer waren von der Arbeit der beiden Referentinnen fasziniert und überzeugt. Sie entschlossen sich spontan die Erforschung und den Schutz der Wölfe im Rahmen eines gemeinnützigen Vereins zu unterstützen.
Unsere Mitglieder kommen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie einigen europäischen Nachbarländern und gehören den unterschiedlichsten Alters- und Berufsgruppen an. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass die freiwillige Rückkehr der Wölfe nach Deutschland, aber auch in andere europäische Länder langfristig gelingen und zu einem guten, möglichst konfliktfreien Miteinander führen möge.
Mit der Ausbreitung der Wölfe über die Lausitz (Sachsen) in andere Bundesländer, hat auch der Freundeskreis in der Lausitz e.V. seine Aktivität zunehmend ausgeweitet.
Der Namenszusatz „in der Lausitz“ erwies sich bei der Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden anderer Bundesländer zunehmend als Hemmnis (Zuständigkeitsfrage). Eine Mitgliederversammlung im September 2008 beschloss daher die Namensänderung zum „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“
Die bisherige intensive und nachhaltige Arbeit des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V. wurde im Jahr 2018 mit der Ernennung zur „staatlich anerkannten Naturschutzvereinigung“ durch das Bundesamt für Naturschutz gewürdigt.

Wie wir arbeiten
Alle uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel werden auf der Grundlage eines anerkannten gemeinnützigen Vereins verwaltet und werden ausnahmslos und direkt in Projekte und Aufgaben des Vereins verteilt. So wird z.B. in die Beschaffung von Arbeitsmitteln zur Feldforschung, aber auch in wichtiges Informationsmaterial investiert. Darüber hinaus leisten wir Aufklärungsarbeit in unterschiedlichen Projekten wie z.B. Infoständen bei div. Veranstaltungen und beantworten Fragen aller Art aus der Bevölkerung. Gleichzeitig organisieren und unterstützen wir auch Veranstaltungen zum Thema Wolf aber auch für Projekte der Wildtierforschung. Ein wichtiges Gebiet unserer Arbeit ist die Beratung und Weiterentwicklung im Herdenschutz, da die Nutztierhalter direkt von der Wiederkehr der Wölfe betroffen sind und hier die größten Konflikte entstehen.
Bei all unseren ausnahmslos ehrenamtlichen Aktivitäten ist uns sehr wichtig, die Bevölkerung zum Thema Wolf „mitzunehmen“, sie über das wahre Leben, die Biologie und das Verhalten der Wölfe mit wissenschaftlich belegbaren Fakten zu versorgen. Dadurch möchten wir ein realistisches Bild des Wolfes in seiner Umwelt vermitteln. Die uns überlassenen Gelder aus Sponsoring, Mitgliederbeiträgen und Spenden kommen also direkt dem Wolfs- und Herdenschutz, aber auch der Feldforschung zum Thema „Wolf“ zugute.

Um in der eigenen Region effektiver im Thema Wolf tätig zu sein haben sich viele unserer Mitglieder zu regionalen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen. Derzeit gibt es vier solcher Arbeitsgruppen (siehe Arbeitsgruppen)

Wenn Sie sich durch unsere Arbeit für den Schutz der Wölfe, in Verbindung mit dem Naturschutz, aber auch der Forschung z.B. in den Möglichkeiten des Schutzes von Nutztieren angesprochen fühlen, würden wir uns freuen, wenn wir Sie als aktives Mitglied, als finanziellen Förderer oder gar als Langzeitsponsor herzlich willkommen heißen dürfen.

Nach oben