Neue Wölfe am Sender

So fing alles an: Neustädter Wölfin 2004 mit Sender (Foto: S. Koerner)

Rietschen 19.04.2010 – Die Zahl der besenderten Wölfe wächst. In der Nacht vom 17. auf den 18. April konnten die Biologinnen des Wildbiologischen Büros LUPUS erneut eine Wölfin fangen und mit einem Sender ausstatten. Das Tier ist etwa 11 Monate alt und stammt aus dem Seenland.-Rudel.

Bereits an Ostern hatte das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz ein Überraschungsei ausgepackt, nachdem lange Zeit der Mantel des Schweigens über die mit Sendern ausgestatteten Wölfe in der Lausitz ausgebreitet gewesen war. Zwei Wölfe wurden während der Feiertage gefangen und mit einem Senderhalsband ausgestattet worden. Im Rahmen der BfN-Studio zum Ausbreitungs- und Abwanderungsverhalten der deutschen Wölfe liefern also neben der Seenländer-Jungwölfin auch eine junge Wölfin (11 Monate alt) aus dem Nochtener Rudel und ihre Mutter regelmäßig GPS-Daten in das Wildbiologische Büro LUPUS. 
Und was ist aus den drei Rüden geworden, die bereits im letzten Jahr einen Sender bekommen haben? Von dem durch seine Langstreckenwanderung bis Litauen berühmt gewordene "Alan", ein Sohn der jetzt besenderten Wölfin, fehlt seit Mitte Oktober 2009 jede Spur. Ob er noch lebt und was mit seinem Sender passiert ist, wissen die Wissenschaftlerinnen nicht. Sein Bruder "Karl" hat das Nochtener Revier ebenfalls verlassen, treibt sich jedoch noch in der Nachbarschaft herum.  Dabei ist er offenbar dem Altrüden des Milkeler Rudels "Rolf", dem dritten besenderten Rüden, in die Quere gekommen. Im Zuge des Monitoring haben die Biologinnen Hinweise gefunden, dass die beiden Revierstreitigkeiten miteinander ausgetragen haben. Rolfs Sender übermittelt allerdings auch bereits seit Ende Januar keine Daten mehr, so dass derzeit vier Wölfe am Sender laufen: Mutter und Tochter von Nochten sowie deren Sohn bzw. Bruder Karl aus der Nachbarschaft sowie die jüngst gefangene Wölfin aus dem Seenland.

BSt auf Basis PE Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz