Was tun, wenn ich einem Wolf begegne?

Wölfe weichen dem Menschen meistens aus, weil sie ihn viel früher bemerken als umgekehrt.

Wer dennoch das seltene Glück hat, einmal einen Wolf zu sehen, braucht nicht fürchten, das Tier sei tollwütig oder verhaltensgestört.

Denn: Wölfe brauchen keine Wildnis. Sie können auch in dicht besiedelten Kulturlandschaften leben.

Erfahrungen in der Lausitz haben gezeigt: Sie passen sich an. Ihre Spuren führen oft in der Nähe von Häusern vorbei, zuweilen sogar unter Förderbändern im Braunkohletagebau hindurch.

Begegnungen sind daher nicht ausgeschlossen. Da die Wölfe allerdings meist früh morgens oder spät abends unterwegs sind, bleiben sie ein seltenes Ereignis.

Der Mensch gehört nicht in das Beutespektrum des Wolfes. Wer Wölfe aber füttert, kann sie an diese bequeme Nahrungsquelle gewöhnen. Dann können Wölfe aufdringlich und gefährlich werden, ähnlich wie Bären in US-Nationalparks. Daher: Wölfe niemals füttern!

Wer sich unvermutet einem Wolf gegenüber sieht: Ruhig bleiben, mit dem Tier laut sprechen, nicht weglaufen.

Hunde in Wolfsregionen in der Nähe des Menschen halten.

Übrigens: Wer einem Wildschwein mit Jungen zu nahe kommt, riskiert, angegriffen zu werden. In Deutschland gibt es abertausende von Wildschweinen – und doch verzichtet wohl niemand ihretwegen auf seinen Waldspaziergang.