Wolfstag in der Stadtbibliothek Hoyerswerda

Bericht: Janine Meißner

Nahe Hoyerswerda wurde 1904 der offizielle letzte deutsche Wolf geschossen. Heute liegt die Konrad-Zuse-Stadt inmitten des Seenland-Rudels – eines der aktuell fünf Wolfsrudel in der sächsischen Lausitz. – Wer meint, dass nach nunmehr reichlichen zehn Jahren der Anwesenheit des Wolfes kein Anreiz mehr davon ausgeht, der irrt.

Am 23. September war Vollmond – die Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek hätte den Wolfstag nicht passender ansetzen können. Hunderte Bibliotheksbesucher sowie vierzehn Schulklassen und diverse Erwachsenengruppen nutzten ein vielfältiges Angebot, an dem auch der Freundeskreis mit seiner Wolfsausstellung, einem Infostand und Vorträgen seinen Anteil hatte. Knut König und Andreas Scheck wurden nicht müde, ihr Wissen über den Wolf weiterzugeben und anschaulich, ausdauernd und geduldig Fragen zu beantworten.

Zu fortgeschrittener Stunde begeisterte Utz Anhalt mit seinen Ausführungen zur Kulturgeschichte der Tierverwandlung – und inszenierte mit seinem „Werwolf“ vollends eine Vollmondnacht.