Volles Haus in Eekholt beim Treffen der AG Nord

16.01.2011 - Der Einladung von Jens Hennings zum vierten Treffen der AG Nord in Eekholt waren erfreulich viele Mitglieder gefolgt. Über 30 waren gekommen, um sich auszutauschen und von Jens Hennings die neusten Planungen für das Jahr zu erfahren. Über 20 mal hatten freiwillige Helfer im vergangenen Jahr auf Infoständen die Arbeit des Freundeskreises und informierten rund um den Wolf präsentiert. Manchmal mussten sie sich sogar aufteilen, um gleich zwei Infostände am selben Tag betreuen zu können. Im Jahr 2011 ist der Terminplan nicht leerer. Wer immer Freude habe, mit uns auf den Infoständen zusammenzuarbeiten, sei gern gesehen, sagte Jens Hennings. "Wir können jede helfende Hand brauchen," meinte er und fügte hinzu: "Einen Infostand zu betreuen, ist überhaupt nicht schwer." 

Zum Programm gehörte auch ein Vortrag von Beatrix Stoepel über das Märchen vom Alphawolf und von der Wolfsinvasion. Beide werden immer noch gerne verbreitet - und beide sind nicht wahr (siehe auch: Das Märchen vom Alpha Wolf). Anläßlich der Wolfsnächte in Eekholt am 19. und 20. Februar, an denen der Freundeskreis aktiv mitwirken wird, wiederholt Beatrix Stoepel diesen Vortrag noch einmal für die Besucher des Parks.

Nach einer Stärkung mit Schmalzbroten und Kuchen, die der Wildpark Eekholt freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, berichtete Jens Matzen anschließend  über Hinweise auf Wölfe in Schleswig-Holstein. Nur ein einziger davon ist auch ein handfester Nachweis - der leider überfahrene Wolf bei Eutin im Jahr 2007. In allen anderen Fällen handelt es sich nur um  Sichtungen von vermeintlichen Wölfen, die aber nicht anhand weiterer Indizien erhärtet werden konnten. An einigen Stellen hat der Freundeskreis deshalb zusammen mit dem NABU Fotofallen aufgestellt - bislang ohne Ergebnis.

Nach gut drei Stunden war die Veranstaltung beendet. Die meisten nutzen die Gelegenheit und statteten den beiden noch verbliebenen Gehegewölfen einen Besuch ab. Es handelt sich um ein junges Paar, das derzeit keine Welpen hat und vorerst auch keine bekommen soll. Dafür sorgt eine im Fleisch versteckte Antibabypille. Erst wenn das Gehege deutlich vergrößert sein wird und einen abtrennbaren Teil erhält, so Wildparkleiter Wolf Freiherr von Schenk, darf das Paar auch Nachwuchs haben. Denn freilebende Jungwölfe wandern nach etwa 2 Jahren ab. Können sie es nicht, kommt es zu Aggressionen innerhalb der Familie.

Das Treffen war für die Veranstalter ein voller Erfolg. Besonders erfreulich war, dass auch neue Mitglieder vertreten waren, darunter einige, die bereits ihre Bereitschaft geäußert haben, aktiv mitzuarbeiten - bei Infoständen oder sonstiger Öffentlichkeitsarbeit. So ging die Gruppe mit einem guten Gefühl und voller Pläne für das gerade beginnende Jahr auseinander.
Bericht: Beatrix Stoepel; Fotos: B. Stoepel, C. Tepelmann