Wenn der Wolf in die Falle tappt ...

Bilder einer Fotofalle vom Typ Cuddeback-Capture

... dann ist es hoffentlich "nur" die Fotofalle, die der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. im Raum Lübeck aufstellen wird. Immer wieder gab es Sichtungen von vermeintlichen Wölfen in Schleswig-Holstein, erst kürzlich (Mai 2011) wurde in der Presse  ein Wolf in der Nähe von Plön vermeldet. Doch handelte es sich bei all diesen Meldungen lediglich um Vermutungen und nicht um echte Nachweise. Als solche gelten unter Wissenschaftlern nur Fotos, auf denen ein Wolf eindeutig zu erkennen ist, sowie als wölfisch bestätigte genetische Proben oder Totfunde. Im Jahr 2007 wurde bei Eutin ein Wolf durch eine Autofahrerin getötet - bislang (Mai 2011) der einzige Nachweis für einen Wolf im Land zwischen den Meeren. Nicht als Nachweis gelten Sichtungen, weil sie nicht von Dritten nachvollzogen werden können und die Verwechslungsgefahr mit Hunden viel zu groß ist.

Die vom Freundeskreis finanzierte Fotofalle soll das Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein unterstützen. Der Verein arbeitet dabei eng mit den Landesbehörden und dem Wildbiologen Norman Stier zusammen. Stier ist auch für das Monitoring im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Fotofallen der Firma Cuddeback haben sich in der Praxis bereits gut bewährt. Sie liefern auch bei Nacht scharfe Bilder. Kürzlich konnte mit einer solchen Kamera in der Schweiz ein Wolf an einem Riss identifiziert werden. Auch die Wildschweine und Rehe auf nebenstehenden Fotos tappten in eine Falle diesen Typs.

(Artikel online gestellt am 18. Mai 2011)