Wolfstag 2011

23.07.11 - Die Rückschau auf nunmehr schon über „10 Jahre Wölfe in Deutschland“ sollte das Motto des diesjährigen Wolfstages in Rietschen sein. Das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz wartete dazu am 23.07.11 mit einem hochkarätig besetzten Programm auf.

Das Wildbiologische Büro LUPUS vertreten durch Gesa Kluth gab einen Überblick über die aktuelle Wolfssituation in der Lausitz. Sebastian Körner präsentierte seine beeindruckenden Filmaufnahmen aus dem Leben der Wölfe. Über Begegnungen mit Indiens wilden Tieren referierte Axel Gomille in einem herrlich bebilderten Vortrag. Helene Möslinger – ihres Zeichens Mitarbeiterin im Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz – stellte den österreichischen Ansatz eines Wolf-Hund-Verhaltensvergleichs vor. Sogar die Biologin Gudrun Pflüger konnte als Referentin für den Wolfstag gewonnen werden und gewährte einen nach Kanada gerichteten Blick über den Lausitzer Tellerrand hinaus. Das Fräulein Brehm gab den „Luchs“, um den sie ihr einzigartiges Bühnen-Wildtier-Repertoire nunmehr erweitert hat.

Die Veranstalter IFAW, WWF, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Freundeskreis freilebender Wölfe würdigten die erfreuliche Entwicklung der hiesigen Wolfspopulation, stellten ihre Arbeit vor und standen zahlreichen Besuchern Rede und Antwort.

Ungeachtet aller Etappenerfolge der Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf fand der Wolfstag in diesem Jahr merklich unter dem Schatten der derzeit geführten Jagdrechtsdebatte statt.

So brachte der NABU seine ablehnende Haltung demonstrativ mit einer Protest-Aktion am Rande der Veranstaltung zum Ausdruck. 

Als Befürworter der Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht besuchte der Vizepräsident des Sächsischen Landesjagdverbandes den Wolfstag, um vor Ort den Standpunkt des LJV zu vertreten.

 

Fotos und Bericht: Janine Meißner