Naturerlebnistag im Naturparkzentrum Uhlenkolk in Mölln

 

14.08.2011 - Die AG Nord des Freundeskreises freilebender Wölfe e.V. war an diesem Sonntag mit ihrem Infostand zu dieser Veranstaltung nach Mölln gereist. Zahlreiche Vereine und Verbände waren gekommen, um hier ihre Arbeit für den Natur- und Umweltschutz den Besuchern näher zu bringen. Was nützt aber die beste Planung und Vorbereitung einer solchen großen Veranstaltung, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Der Tag fing gut an und der Aufbau unseres Standes war schnell erledigt. Schon vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung um 11:00 Uhr, strömten viele interessierte Besucher in den Park. Da wir mit fünf Leuten am Stand gut bestückt waren, konnten wir schon während des Aufbaues die ersten Fragen beantworten. Wie auf jeder Veranstaltung wirkte unsere große Deutschlandkarte mit dem aktualisierten Wolfsbestand wie ein Magnet auf die Besucher und war ständig belagert. Zeitweise standen wir hier zu zweit, um auf die Fragen zu antworten. Auch an unserem Infopavillon wurden viele Fragen zum aktuellen Wolfsbestand und zur Meinung der Bevölkerung in den Wolfsgebieten gestellt. Einige Besucher ließen sich auch den Unterschied zwischen einer Wolfsspur und einer Hundespur erklären. Hier waren unsere Gipsabdrücke sehr hilfreich.

Als wir so richtig warm gelaufen waren, begann es allmählich zu regnen. Nach einer halben Stunde verstärkte sich der Regen dermaßen, dass unser Pavillon an einigen Stellen schon nicht mehr in der Lage war, das viele Wasser abzuhalten. Irgendwann begann es überall zu tropfen, und als unsere ausgelegten Flyer und Broschüren sich wegen der Feuchtigkeit wellten, mussten wir langsam einpacken.

Der Tag entwickelte sich zu einer Testveranstaltung für die Wasserdichtigkeit von Schuhen, Regenzeug und Pavillondächern. Allerdings waren nicht alle so enttäuscht von dem Wetter. Unsere unmittelbaren Nachbarn, die Wildschweine, fühlten sich bei diesem sch…. Wetter so richtig sauwohl. Ihre Suhlen füllten sich langsam mit Wasser und wurden wieder schön schlammig.

Anfangs ließen sich die Besucher nicht von dem Regen beeindrucken und kamen trotzdem auf das Veranstaltungsgelände. Aber als der Regen gegen 16:00 Uhr immer noch anhielt, wurde es dann doch zu nass, und es waren immer weniger Besucher auf dem Gelände.

Kurz bevor wir einpackten, entwickelte sich noch ein interessantes Gespräch mit einem Jäger. Er erzählte uns seine Meinung zu dem sich wieder ansiedelnden Wölfen. Es ist ihm unverständlich, dass es in der Jägerschaft noch immer einige Leute gibt, die den Wolf ablehnen. Er selbst freut sich über die Rückkehr der Wölfe, denn sie sind ihm eine willkommende Hilfe bei der Hege und Pflege seines Wildbestandes. Der Wolf könne viel besser und schneller die alten, kranken oder verletzten Tiere in dem Bestand reduzieren. Sie nehmen ihm eine aufwändige  Arbeit ab. Das war dann noch mal zum Abschluss ein erfreuliches Gespräch.

Die Regenschlacht haben wir verloren, aber zahlreiche gute Gespräche haben wir trotzdem führen können.             

Bericht und Fotos: Jens Hennings