Zweite Wölfin in Lausitz mit GPS Sender ausgestattet

Foto: LUPUS

5.5.2012 – Eine junge Wölfin des Milkener Rudels in der sächsischen Lausitz ist gefangen und mit einem Halsbandsender ausgestattet worden. Die einjährige Fähe wurde danach wieder am Truppenübungsplatz Weißkeißel ausgesetzt.

Der Sender übermittelt die Position des Tieres per SMS an das LUPUS, das Büro der Wildbiologen, die für das Wolfsmonitoring in der Lausitz verwantwortlich sind. Mit den Daten soll das Abwanderungs- und Ausbreitungsverhalten von Wölfen in Deutschland untersucht werden. Die Aktion ist Teil eines gemeinsamen Projektes des sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft und der Projektgruppe "Wanderwolf" – einem Zusammenschluss mehrerer Natur- und Tierschutzorganisationen.

Die 27 Kilogramm schwere Wölfin wurde von den Wissenschaftlern FT8 getauft. Sie ist der zweite Wolf, der aktuell Daten an die Biologen von Lupus sendet. Im Januar wurde bereits ein weiblicher Welpe des Nochtener Rudels mit einem Halsbandsender versehen und wieder freigelassen. Das Weibchen war zuvor nach einem Autounfall im Naturschutz-Tierpark Görlitz gesund gepflegt worden.

Seit der Rückkehr der Wölfe in die Lausitz wurden schon mehr als ein halbes Dutzend Wölfe mit Halsbandsendern versehen. Leider fielen viele dieser GPS-Sender schon nach kurzer Zeit wieder aus. Im Jahr 2009 gelange es allerdings, den Jungwolf Alan auf seiner Wanderung über 1.500 Kilometer weit zu verfolgen. Als er nach zwei Monaten in Weißrussland angekommen war, unterbrach allerdings der Funkkontakt. SK, Quelle Kontaktbüro Wolfregion Lausitz