Das Leben in der Wolfsfamilie

Theoriestunde im Wolfs-Camp

Am Sonnabend wurden die ersten Kinder schon sehr früh munter und tobten schon bald durch den angrenzenden Wald. Nach dem Frühstück begann auch schon unser theoretischer Teil zum Thema Wolf. Hier musste natürlich nicht immer konzentriert zugehört werden, denn es gab viele Sachen zum Zeigen und Anfassen. Die Kinder lernten wie die kleinen Wolfswelpen im Rudel groß werden und welche Jagdstrategien die Wölfe bei den verschiedenen Beutetieren anwenden. Natürlich sprachen wir auch über die Verbreitung der frei lebenden Wölfe in Deutschland und besonders über den Wolf, der sich zurzeit im Landkreis Segeberg aufhält. Unser Camp lag nämlich genau in dem Gebiet, in dem er jederzeit auftauchen könnte. Die Kinder fanden das sehr interessant und waren in keinster Weise besorgt.

Fährten und Spuren

Fütterung der hungrigen Wölfchen.

Bevor zum Mittagessen getrommelt wurde, konnte ich noch etwas über Spuren und Fährten erzählen. Da ich von vielen heimischen Tieren unserer Wälder Gipspfotenabdrücke habe, konnte ich ihnen in einem Sandkasten die Spuren der Tiere nachbilden und die Unterschiede erklären. Begeistert waren sie, als ich ihnen meine Gipsabdrücke vom Elch und vom Braunbären zeigte. Das anschließende Mittagessen war schnell verschlungen und dann ging es ans Abwaschen. Die Kinder müssen ihr Geschirr bei uns selbst abwaschen. Es war für mich sehr interessant zu beobachten wie sich die kleinen “Würmer“ mit ihren Tellern und Bestecken in der Abwaschschüssel abmühten. Es war deutlich zu merken, dass sie noch nie eine Abwaschbürste in der Hand hatten. Da wird der Teller zigmal mit der Bürste umrundet und immer wieder ins Wasser getaucht, obwohl schon lange keine Speisereste zu finden sind. Dass die Schlange der Wartenden hinter ihnen immer länger wird, merken sie dabei gar nicht. Auch das Abtrocknen ist sehr interessant, denn bei der Gabel wird jede Zinke einzeln sorgfältig abgetrocknet. ... (weiter)