Erfahrungsbericht: WikiWolves Einsatz bei Lüneburg

10.11.2016 - Am ersten Sonntag im November trafen sich 10 motivierte Freiwillige, um beim zweiten Einsatz bei einer Hobby-Schafhalterin in der Nähe von Lüneburg den Zaun weiter zu bauen, der Ende Oktober begonnen worden war. Wieder einmal nahmen die Helfer beachtenswerte Anfahrtswege auf sich: bis zu zwei Stunden mit dem Auto und sogar über drei Stunden mit der Bahn. Wir freuten uns, unter den bekannten Gesichtern auch neue Freiwillige dabei zu haben. 

Trotz des Regens der vergangen zwei Wochen war der Lehmboden leider weiterhin sehr unkooperativ, was das Arbeitstempo sehr verlangsamte. Ohne den Bagger, dessen Einsatzkosten großzügigerweise vom Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. übernommen wurden, hätten wir kaum etwas verrichten können. Die Schafhalterin hatte damit am Vortag die notwendige Vorarbeit geleistet und sämtliche Gräben ausgehoben, so dass wir Sonntagmorgen sofort mit der Handarbeit beginnen konnten.

Wir ließen uns trotz der schwierigen Bodenbeschaffenheit und des Regens am Nachmittag nicht die gute Laune nehmen. So wurde z.B. an einem Ende der Weide für jeden neuen Pfosten der Lehmboden mit Spaten, Wiedehopf und sogar einer Axt attackiert, bis nach ca. 10 Minuten ein 10 cm tiefes Loch entstanden war. Für die Gruppe, die mit dieser Aufgabe beschäftigt war, war es jedesmal ein persönlicher Erfolg, wenn ein neuer Pfosten im Boden steckte und der Lehm somit besiegt war. Am anderen Ende der Weide wurden fleißig Krampen eingehämmert, um den neuen und höheren Zaun anzubringen. Bei einem 2 m hohen Zaun sind das jede Menge Krampen auf verschiedenster Höhe. Die köstliche Verpflegung tat das ihre um uns zu stärken und bei Laune zu halten, so dass die letzte Breitbandlitze dank Scheinwerfer am Akkuschrauber in völliger Dunkelheit angebracht wurde.

Am Ende des Tages konnten wir auf das Resultat stolz sein:
(1) 50 m neuer Zaun fertig gestellt (2 m Wildzaun, von dem ca. 40 cm im Boden eingegraben wurden)
(2) 50 m Untergrabeschutz an bestehendem 1,20 m hohen Zaun angeknüpft
(3) Entlang desselben Zauns zwei Breitbandlitzen auf ca. 1,30 m und 1,45 m Höhe als Flatterband und visuelle Erhöhung angebracht
(4) Pfosten entlang des neuen Zaunverlaufs in den Graben gesetzt
(5) Gestrüpp und Buschwerk entlang der neuen Zaunführung entfernt

Auch bei diesem WikiWolves Einsatz haben wir wieder neue Zaunbauerfahrungen gesammelt und neue Tricks gelernt, die uns bei der nächsten Weide weiterhelfen werden.

Bericht: Christine Paetzold

Nächster Einsatz:

12./13.11. und/oder 19./20.11: eintägige Hilfseinsätze bei Lüneburg: Folgeeinsatz bei eine Schafhalterin in der Nähe von Lüneburg – der Zaun soll fertig werden! Die endgültigen Daten werden entsprechend der Verfügbarkeit von Freiwilligen noch festgelegt.

Bei Interesse zur Mitarbeit bitte Mail an niedersachsen@wikiwolves.org
Weitere Informationen auch unter www.wikiwolves.org

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