20.12.2016: Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. stellt Strafanzeige nach illegaler Tötung von Wolf „Arno“

Am Sonnabend den 17.12.2016 wurde an einer Landstraße nahe der Ortschaft Woosmer im Landkreis Ludwigslust ein toter Wolf gefunden, der nach erster Begutachtung eine mögliche Schussverletzung erkennen ließ. Die Untersuchung des Wolfs im Institut für Zoo- und Wildtierkunde bestätigte diesen Verdacht: Er wurde durch einen gezielten Blattschuss erschossen. Bei diesem Wolf handelt es sich um den besenderten Wolf „Arno“.

Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. verurteilt vehement diese Tat und stellte Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft.

„Zum einen hat der Täter mit dem Abschuss des Wolfs eine Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz begangen und zum anderen eine wichtige Informationsquelle für Herdenschutz und Wildtierforschung mutwillig zerstört. Viel Arbeit waren für die Besenderung, im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von Jagd, Forst und Naturschutz, dieses Wolfes notwendig, ganz zu schweigen von dem finanziellen Aufwand,“ sagt Ralf Hentschel, Vorsitzender vom Freundeskreis freilebender Wölfe e.V..

Die Meldungen von illegal getöteten Wölfen häufen sich.

Wir erwarten, dass die Ermittlungsbehörden nach den ersten sich bereits ergebenen Hinweisen sämtliche Maßnahmen ergreifen, um den Täter zu finden, damit das zuständige Gericht den Schützen dementsprechend hart bestraft.

Hintergrund: Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. setzt sich seit über 12 Jahren für die natürliche Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ein und unterstützt seitdem das deutschlandweite Wolfsmonitoring, personell und materiell, um ein konfliktarmes Zusammenleben mit dem Rückkehrer Wolf zu ermöglichen.

Bei Rückfragen:

Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.
Andreas Scheck

Dorfstraße 81

24802 Groß Vollstedt

Fon: 0160/7537544

Mail: andreas.scheck@freundeskreis-wolf.de

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