Land bestätigt einen weiteren Wolfs-Nachweis in NRW

30.05.2017 - Im Kreis Siegen-Wittgenstein, in der Nähe von Bad Berleburg-Alertshausen wurde am Mittwoch, den 24.05.2017 gegen 21:20 Uhr ein Wolf beobachtet. Die Beobachtung gelang einem Landwirt, der gerade mit einem Schlepper eine Wiese gemäht hatte. Der Landwirt konnte seine Beobachtung per Handy in Form mehrerer Fotos und eines Videos dokumentieren.

 

Der entstandene Film (https://drive.google.com/open?id=0B1NOBF00Bni4dmZJNjNUUkpZbDg) und das Bildmaterial wurde von der „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“  (https://www.dbb-wolf.de) ausgewertet und eindeutig einem Wolf zugeordnet. Der Aufnahmeort wurde anschließend von der Luchs- und Wolfsberaterin des LANUV, Nicole Skrebutis im Gelände aufgesucht und identifiziert. Der dokumentierte Wolf hat eine auffallend helle Wangenzeichnung und einen dünnen Schwanz (Rute). Wahrscheinlich handelt es sich um denselben Wolf, der am 19.05.2017 in Gummersbach-Apfelbaum nachgewiesen wurde.

Zum  dokumentierten Verhalten des Wolfs (Video-Film):

Der Wolf lief über die freie Wiesenfläche und blieb stehen, um den Schlepper zu beobachten und mehrfach zu versuchen, Witterung aufzunehmen. Danach entfernte er sich zunächst. Als der Schlepper ihm dann folgt, bleibt er erneut stehen, beobachtet und versucht erneut, Witterung aufzunehmen, bevor er sich nochmals entfernt. Das Tier war neugierig, aber auch deutlich verunsichert. Das zeigen Ohr- und die Rutenstellung. Der „Hüpfer“ in Richtung Schlepper sieht aus wie eine „Spiel“-Aufforderung, ist aber keine sondern eine sog. Übersprunghandlung.  Eine solche Handlung wird von dem Tier ausgeführt, wenn es von der Situation verunsichert ist. Wildtiere, wie hier in diesem Fall ein Wolf,  erkennen Personen in oder auf Fahrzeugen in der Regel nicht als Menschen.

Quelle: Pressemitteilung LANUV NRW