Wölfe in Sachsen-Anhalt: Der Bestand wächst nur langsam

05.12.2017 - Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und die Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Dr. Sandra Hagel, haben heute die „Ergebnisse des Wolfsmonitorings in Sachsen-Anhalt im Monitoringjahr 2016/2017“ vorgestellt.

Dazu sagte die Ministerin: „Der Bestand an Wölfen in Sachsen-Anhalt wächst nur langsam. Von einem ‚explosionsartigen‘ Anstieg kann überhaupt keine Rede sein. Drei Elternpaare, die wir im Monitoringjahr zuvor gezählt hatten, haben nun Welpen bekommen und Rudel gebildet. Neue Elternpaare oder einzelne residente Wölfe wurden nicht nachgewiesen. Wir gehen von einem Bestand von 11 Rudeln mit insgesamt 70 nachgewiesenen Tieren aus. Zwei weitere Rudel an den Grenzen zu Brandenburg (Göritz-Klepzig, drei Wölfe) und Niedersachsen (Gartow, acht Wölfe) werden diesen Bundesländern zugerechnet.“

Die Präsidentin ergänzte mit Blick auf die Arbeit des Wolfskompetenzzentrums Iden (WZI) im kommenden Monitoringjahr: „Unsere Expertinnen und Experten im WZI haben jetzt sogenannte ‘Suchräume‘ eingerichtet, um dort zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern von den Naturschutzverbänden und aus der Jägerschaft  nach Wolfshinweisen zu suchen. Das ist etwas Besonderes, weil das mehr als der offizielle Standard ist. Normalerweise setzt das aktive Monitoring erst ein, wenn es konkrete Hinweise gibt, die sich regional häufen. Doch wir wollen in Sachsen-Anhalt sehr genaue Kenntnis von den Entwicklungen erhalten und haben deshalb zehn Suchräume, zum Beispiel in der Altmark und im Harz, eingerichtet.“

Hintergrund

Der Wolfsmonitoringbericht für Sachsen-Anhalt wird seit dem Monitoringjahr 2012/2013 jährlich erstellt. Das Wolfskompetenzzentrum hat im September dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen und bittet um Meldungen von Wolfshinweisen.
Mehr Informationen zur Arbeit des WZI und den Monitoringbericht gibt es online unter:
https://lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/das-wolfskompetenzzentrum-wzi/

Bericht zum Monitoringjahr 2016/2017 PDF-Download

Quelle: Pressemitteilung 739/2017 Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt