Infostand bei der Schafschur im Tierpark "Arche Warder"

Bericht: Jens Hennings

Am Sonntag den 18. Mai 08 hatte die AG Nord ihren Infostand erstmalig im Tierpark „Arche Warder“ aufgebaut. Der Tierpark liegt in der Mitte Schleswig Holsteins und ist Europas größtes Zentrum für seltene Nutztierrassen. Er hat sich zum Ziel gesetzt, seltene Haustierrassen zu erhalten und die Bestände durch Züchtung zu sichern. Jeder weiß, dass viele Wildtierarten vom Aussterben bedroht sind. Weniger bekannt ist, dass z.B. Angler Sattelschweine oder Bentheimer Landschafe heute exotischer als Sibirische Tiger sind.

Für mich war es ein besonderes Erlebnis mir bei einem Rundgang durch den Park die vielen alten Haustierrassen wie z.B. Pferde, Esel, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel anzusehen.

Es war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, denn das Englische Parkrind gab es nachweislich schon in der Bronzezeit.

Alle ca. 900 Besucher mussten an unserem Infostand vorbeigehen, da wir unseren Stand im Eingangsbereich aufbauen durften. Viele nutzten die Gelegenheit um sich bei uns die neuesten Informationen  zu den in Deutschland frei lebenden Wölfen geben zu lassen.

Besonders schwierig war das Gespräch mit einem Jäger, der die Rückkehr der Wölfe konsequent ablehnte. Er ist überzeugt, dass es in Deutschland in kurzer Zeit überall Wölfe geben wird. Außerdem wird es auch viele Hybriden geben, das steht schon mal fest sagte er. Er behauptete sogar, dass die Wölfe für einen Angriff auf eine Pferdeherde in der Nähe von Flensburg verantwortlich sind. Dass es dort gar keine frei lebenden Wölfe gibt, ließ er sich nicht erklären. Das Gespräch erinnerte uns sofort an die Gruppe für Sicherheit und Artenschutz.

Auch das Gespräch mit einem Schäfer sorgte für verständnisloses Kopfschütteln. Wölfe wären ihm egal, so lange sie seine Schafe in Ruhe lassen. Tun sie das nicht, hilft nur die Flinte. Einen aufwändigen Schutzzaun um seine Herde zu errichten, kommt wegen des erhöhten Arbeitsaufwandes nicht in Frage.

Das waren zwei negativ Beispiele unserer Gespräche, aber zu weit über 90 % sprachen sich die Besucher positiv über die Wölfe aus. Solange es aber noch so schlecht informierte Wolfsgegner gibt, müssen wir mit unseren Infoständen weiter machen.