Infostand auf dem Flugplatz „Hungriger Wolf“ bei Hohenlockstedt

Bericht: Jens Hennings

Am Wochenende des 2. u. 3. August fand wieder das Trucker- und Country- Festival statt und die AG-Nord war mit ihrem Infostand dabei.

Viele begeisterte Besucher kamen zur Wolfsmeile auf dem ehemaligen Bundeswehrflugplatz. Wollte man alle Attraktionen dieser Veranstaltung sehen, musste man weite Wege gehen. Ein Indianerdorf mit echt wirkenden Rothäuten versetzte die Besucher in vergangene Jahrhunderte. Lagerfeuer und der Duft von „Baked Beans“ sorgten bei den Weißzelten für echte Cowboyromantik.

Etwas abseits waren die Schlittenhunde und daneben unser Stand über die Wölfe. Auf der ehemaligen Start- und Landebahn säumten mehrere hundert PS- starke Trucks den Weg. Einige von ihnen waren wegen ihrer eindrucksvollen Bemalung eine Augenweide und es machte Spaß sich diese super tollen Kunstwerke anzusehen. Leider benutzten die Trucker ihr liebstes Spielzeug, das Signalhorn, viel zu häufig. Wenn die Hörner von fast allen Trucks ca. 20 Minuten Dauerton von sich geben, ist es für unsere Ohren und die der Hunde nicht gerade angenehm. Außerdem sind dann Gespräche am Stand nur sehr schwer zu führen. Es ist aber ja auch eine Truckerveranstaltung und da muss man das wohl tolerieren. Auch der Itzehoer Luftsportverein hatte mit seinen Darbietungen viel zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen.

Der Wettergott hatte zum Glück ein Einsehen mit uns und die vorhergesagten Gewitter und Starkregenfälle blieben aus. Der Wind war allerdings einige Male in Böen so stark, dass wir unseren in die Jahre gekommenen Pavillon nur mit Mühe festhalten konnten.

An unserem Stand war auffällig, wie oft unsere Huskies  für Wölfe gehalten wurden. Das zeigte uns wie ernst man Meldungen von Wolfssichtungen nehmen kann. Man muss zumindest vorsichtig mit solchen Meldungen umgehen. Auch das alte Wissen vom Alpha- und Omegawolf wurde uns von einigen Besuchern immer wieder vorgetragen, wir hatten Mühe das richtig zu stellen. Bei mehreren kleinen Kindern konnten wir feststellen, dass sie deutlich mehr Wissen über Wölfe hatten als ihre Eltern. Das lässt uns hoffen.

Die angeblich zunehmende Hybridisierung war ein schwieriges Thema mit dem wir dort konfrontiert wurden. Die partnerlos durchs Land ziehenden Wölfe könnten nach Meinung einiger Besucher zu vermehrt auftretenden Hybriden sorgen. Hier hatten wir aber einen Weg gefunden, um den beunruhigten Personen eine Erklärung über das unterschiedliche Sexualleben von Wölfen und Hunden zu geben. Dieses Thema hat uns gezeigt, dass auch wir uns in dieser Richtung weiter informieren müssen. Wir brauchen unbedingt eine fundierte richtige Erklärung darüber und die sollte dann von allen in der Öffentlichkeit stehenden Standbetreibern verwendet werden. Es ist auf jeden Fall besser, wenn wir alle einheitlich darüber sprechen können.

Mich hat an diesem Wochenende sehr gewundert, wie viele Leute uns ihre Wolfserlebnisse aus Kanada oder Alaska erzählt hatten, da bin ich direkt neidisch geworden.

Nachdem die Veranstaltung am ersten Tag gegen 18 Uhr beendet war und die Tagesbesucher das Feld geräumt hatten, startete um 20 Uhr für die vielen Aussteller und Trucker eine große Truckerparty mit viel Country Musik und Line Dance, die bis tief in die Nacht ging.

Am zweiten Tag kamen wir nur schwer auf die Füße, da die Nacht sehr kurz war. Nach einem ausgiebigen Frühstück war die Schwäche schnell überwunden und wir konnten unsere Tätigkeit am Infostand wieder aufnehmen. Das Programm ähnelte dem des ersten Tages und auch die neuen Besucher stellten ziemlich die gleichen Fragen.