Kinder-Wolfscamp vom 26.08. bis 28.08.11 der AG Nord

Bericht: Jens Hennings

Dies war die 9. Veranstaltung dieser seit Jahren bewährten „Kinder-Wolfscamp“ Serie der AG Nord des Freundeskreises. Am Freitagvormittag trafen sich die fleißigen Helfer um das Camp vorzubereiten. Es war schwül warm mit Temperaturen bis zu 33°, aber trocken. Nachdem das Camp vorbereitet war, reisten die ersten Teilnehmer der Veranstaltung an. Es wurden 17 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren erwartet. Die Kinder waren alle pünktlich zur Stelle und zügig konnten sie ihr Nachtlager in der großen Jurte und dem Tipi einrichten. Danach lernten wir uns mit einem besonders dafür geeignetem Spiel kennen und jedes Kind bekam ein Namensbutton. Jetzt hatten die Kinder Zeit das Gelände und den nahen Wald zu erkunden.

In der Ferne konnte man dann schon bald die ersten Blitze zucken sehen, aber es war eben noch weit entfernt und wir hofften, dass es an uns vorbeiziehen würde. Als ich dann die seltsam wirkungsvolle Trommel zum Abendessen schlug, versammelten sich alle um das Lagerfeuer. Es gab wie immer das schmackhafte Stockbrot und gegrillt wurde auch. Außerdem gab es dazu frisches Obst und Gemüse. Wir bemerkten jetzt, dass sich das Gewitter schon bedrohlich näherte und der Himmel wurde tief schwarz. Nachdem das Abendessen beendet war, setzten die ersten kräftigen Regenschauer ein und wir zogen uns in die Zelte und unseren Unterstand zurück. Eine halbe Stunde später erzählte uns jemand, dass das Radioprogramm für eine Unwetterwarnung unterbrochen wurde. Es sollte ein Gewitter mit kräftigem Regen und Sturm im Anmarsch sein. Ein Blick auf das Wetterradar zeigte deutlich was da auf uns zu kam. Wir waren also vorgewarnt.

Endlich war mal eine Regenpause, damit die Wolken etwas Luft holen konnten für das Inferno was uns bevorstand. Diesen Moment nutzten wir um gemeinsam zügig die Zelte zu räumen. Da wir für das Wohl der Kinder verantwortlich waren, blieb uns keine andere Wahl. Zum Glück ist die Seminarhalle des Wildparks nicht weit entfernt und hier richteten wir uns für die Nacht ein. Gerade hatten wir die vielen Sachen in die Halle gebracht, da brach das Inferno los. Blitze zuckten, Donner grollten und sintflutartiger Regen überschwemmte das Gelände. Es wurde eine dunkle und stürmische Nacht, aber wir waren in Sicherheit. Nachdem einige Kinder erst etwas ängstlich waren, beruhigten sie sich schnell bei Gitarrenmusik und Liedern von Andrea und alle schliefen in der Nacht durch.

Das Gelände war am nächsten Morgen noch sehr nass, deshalb fand die Frühstücksrunde auch in der Halle statt. Anschließend begannen wir unser Tagesprogramm mit etwas Theorie zum Thema Wolf, wobei es natürlich viele Sachen zum Zeigen und Anfassen gab. Für Kinder ist das extrem wichtig, da sie ja nicht so lange konzentriert zuhören können. Das Mittagessen gab es auch noch in der Halle, aber kurz danach war es draußen wieder alles in Ordnung und unsere vielen Spiele konnten ungestört durchgeführt werden. Die Spiele, die das unterschiedliche Jagdverhalten der Wölfe bei den verschiedenen Beutetieren darstellen, werden immer wieder sehr gerne von den Kindern angenommen. Auch der Einsatz der “Herdenschutzhunde“ verdeutlichte ihnen die Wirksamkeit bei dem Einsatz in Schafherden. Nach den Spielen ging es dann zur Fütterung der Gehegewölfe und zur Greifvogelvorführung.  Auch Gerd unser „Indianer“ war wieder dabei und erzählte im Tipi den Kindern Geschichten von Indianern und Wölfen. Der indianische Gesang kam auch nicht zu kurz. Die Nachtwanderung führte uns auch in diesem Jahr wieder in den Wildpark zu den Wölfen. Nach kurzer Zeit tauchten aus der Dunkelheit die beiden Wölfe am Gehegezaun auf und interessierten sich für unser Tun. Als wir zurück auf unserem Gelände waren, waren alle müde und schnell waren sie im Schlafsack verschwunden und es kehrte Ruhe ein.

Am Sonntag war rel. schönes Wetter, deshalb starteten wir dann nach dem Frühstück die legendäre Abschlussrallye durch den Wildpark mit vielen Fragen und Aufgaben zum Thema Wolf.  Nach dem Mittagessen durfte gepackt werden und anschließend wurden die Teilnahmeurkunden verteilt. Gegen 14 Uhr kamen die Eltern und schlossen ihre glücklichen, müden aber unversehrten Kinder in die Arme und traten die Heimreise an.

Wir bauten schnell die Zelte ab und räumten auf, denn der Himmel wurde schon wieder sehr dunkel. Es ist gelungen alles trocken zu verstauen und damit war dann auch für uns die Veranstaltung beendet.

Ich bedanke mich bei allen Helfern, die dazu beigetragen haben, dass wir auch unter solchen katastrophalen Wetterverhältnissen eine Veranstaltung durchführen konnten, die trotzdem allen beteiligten viel Spaß gebracht hat. Im nächsten Jahr werden wir unter hoffentlich besserem Wetter unsere 10. Veranstaltung durchführen.